Warum wird man eigentlich Veganer? (Teil 4)

Schönen Sonntag Nachmittag zusammen 🙂

Da ich vor kurzem …na gut es war an Ostern kurzfristig mit Sätzen wie „glaubst du ernsthaft wenn du mehr auf Verpackungen achtest oder dich vegan ernährst irgendetwas bewirken zu können?“ oder „alleine erreichst du eh nichts“ konfrontiert wurde fiel mir ein das es echt mal Zeit wird Teil 4 zu schreiben (ja die Gedankensprünge einer Frau ^^), ebenso möchte ich mich verstärkt in nächster Zeit Themen wie  Milchkonsum/Fleischkonsum, Massentierhaltung, ökologische Auswirkungen, etc. widmen.

Ausserdem meine Lieben ist am 01.07.2015 offiziell das erste Jahr rum an dem wir uns nur noch vegan ernähren – krass wie schnell die Zeit doch vergeht oder?

Aber nochmal zu den beiden getätigten Aussagen. Früher hätte ich mich verunsichert gefühlt wenn mir jemand so etwas ins Gesicht gesagt hätte, hätte mit den Schultern gezuckt, geschwiegen und mich im Nachhinein darüber geärgert warum ich meinen Mund nicht aufgebracht habe. Im Grunde ist es doch so, jeder kleine Schritt bewirkt etwas und sei es das man im Supermarkt nicht immer eine neue Plastiktüte kauft sondern eigenen Einkaufstüten verwendet – genauso beim Obst, muss man die abgewogenen Bananen wirklich noch zusätzlich in eine Plastiktüte stecken oder ist es einfach nur Gewohnheit? Stellt euch vor was da an Plastik zusammenkommt wenn ihr dies z.B. ein Jahr lang nicht mehr macht? Ich möchte einfach meinen ökologischen Fussabdruck so klein wie möglich halten, und durch so einfache Dinge wie auf Plastiktüten verzichten schränke ich mich selber nicht ein und habe zusätzlich was gutes getan. (Anmerkung: dies und noch ein klein wenig mehr habe ich der besagten Person auch persönlich gesagt).
Ausserdem wenn jeder so denken würde wie diese besagte Person fände ich das 1. sehr deprimierend weil es eine sehr negative Einstellung ist 2. würde man auf der Welt tatsächlich nie etwas bewegen. Und deshalb bin ich davon überzeugt, dass man sich nie von etwas abbringen lassen sollte an das man von ganzem Herzen glaubt.

Aber jetzt ernsthaft mal zu Teil 4. Dazu möchte ich diesmal etwas ausholen, da ich es bis jetzt noch nicht erwähnt habe. Ich bin laktoseintolerant. Ich habe diese Tatsache nie durch einen Test beweisen lassen aber mir wurde schon durch etliche  Situationen schmerzhaft bewusst dass dies so ist.  Aber wie kommt man auf die Idee dass man laktoseintolerant sein könnte? Angefangen hat es bei mir, dass ich oft nach dem Essen krampfartige Bauchschmerzen bekam, Blähbauch, usw….. den Rest könnt ihr euch denken ^^ Dies wurde immer schlimmer und hatte seinen Höhepunkt in New York 2013. Ja im Urlaub – in der Stadt meiner Träume in der ich 3 Tage lange so gut wie gar nichts gegessen habe und wenn dann habe ich es böse bereut. Gut es kam wohl noch eine Gastritis dazu, aber ich denke der Auslöser waren die zentimeterdicken mit Käse überbackenen fettigen Nachos und dazu Veggie-Tortillas mit natürlich wieder massig Käse – und das am ersten Abend in NY.

Wieder zu Hause – und ich kann euch bis heute nicht mehr sagen warum – kam mir der Gedanke das ich vielleicht Laktose nicht mehr vertrage und ich habe angefangen Milch, Joghurt, Sauerrahm etc. durch laktosefreie Produkte zu ersetzen. Und siehe da – die Beschwerden waren weg. Damit war das Thema vorerst für mich gegessen, Schmerzen weg = alles super.

Erst letzten April 2014 – als das Thema Vegan immer mehr im Raum stand – begann ich mich tatsächlich zu fragen, wie es sein kann das mein ein Körper Laktose (= Milchzucker) nicht mehr verträgt. Das Kuhmilch eine artfremde Milch für unseren Körper ist war mir ja noch bewusst, schliesslich war die Milch ursprünglich für dessen Kalb gedacht und enthält alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine für das Kälbchen. Das uns nicht nur optisch sehr viel von einer Kuh unterscheidet muss ich wohl nicht erwähnen 😉

Laktoseintoleranz ist für viele Menschen auf der ganzen Welt Normalzustand seit sie der Kindheit entwachsen sind (man geht von fast 70 % der Weltbevölkerung aus). In Ländern wie Afrika sind z.B. ca. 60% laktoseintolerant, in China oder Südostasien sind es sogar bis zu 98%.
Babys verfügen über eine einwandfreie Laktaseproduktion da für Säuglinge die Milch die einzige Nahrung darstellt. Erst im Alter von drei Jahren nimmt diese Laktaseproduktion langsam und kontinuierlich ab. Dies hat mit der Natur zu tun die davon ausgeht das Milch Säuglingsnahrung ist und das der Mensch sobald er Zähne hat andere Lebensmittel essen kann und somit auch gar keine Milch mehr braucht. Auf einigen Regionen der Erde kam der Mensch jedoch auf die Idee artenfremde Milch für sich zu verwenden (z.B: Nordeuropa) und dort passte sich der Mensch auch genetisch an den Laktoseverzehr an.
(Quelle und weitere Infos findet ihr hier: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/laktoseintoleranz.html)

In meinem Bekanntenkreis gibt es übrigens einige die laktoseintolerant sind und auch wenn manche von einer Modekrankheit sprechen sehe ich es einfach als eine Entscheidung meines Körpers an die ich schnell gelernt habe zu respektieren und die mich damals schon einen Schritt weiter Richtung vegane Lebensweise geführt hat 🙂

4 Antworten zu “Warum wird man eigentlich Veganer? (Teil 4)

  1. Ich finde deine Sichtweise echt super! Bin auch seit einiger Zeit vegetarisch und kann es mir gar nicht mehr vorstellen überhaupt je wieder Fleisch zu essen. Es gibt einfach so viele Alternativen und ich glaube auch als Veganer kann man super tolle unterschiedliche Sachen zaubern, solange man dann irgendwann entdeckt hat, was man wie nutzen kann. Ich finde das jedenfalls super und wünsche dir noch ganz viel Glück!
    Liebe Grüße,
    Finja ♥

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