No-Poo – Mein Haarexperiment (Woche 2)

Hallo meine Lieben 🙂

Letzte Woche habe ich ja Woche 1 meines Haarexperimentes vorgestellt, und auch wenn die erste Woche gut klappte gab es gleich zu Anfang von Woche 2 einige ups and downs und die sieben Tage waren voller Experimente (nennt sich ja auch Haarexperiment haha :D) Wenn man ein Leben lang gewöhnt ist die Haare fast nur offen zu tragen ist es vor allem seltsam das dies plötzlich nicht mehr geht, es frustrierte mich – zumindest in dem Moment in dem ich morgens im Bad vorm Spiegel stand und erneut meine Haare hochgebunden habe (definitiv firstworldproblems, ich weiss 😉 ). Aber es bringt auch Vorteile, ich muss nicht mehr um viertel vor 6 morgens aufstehen um früh genug meine Haare waschen zu können damit diese halbwegs trocken sind wenn ich das Haus verlasse (ich föhne ja meine Haare seit längerem nicht mehr). Aber gut, lest am besten selbst wie es mir so ergangen ist 😀

  • 8. Tag – 01.01.2016: keine Haarwäsche, Haare hatten Volumen und fühlten sich angenehm weich an, ich hab zweimal brav morgens und abends meine Haare 100 x gebürstet und ansonsten waren sie wie immer zu einem Knödel auf meinen Kopf gebunden
  • 9. Tag – 02.01.2016: Bad Hair Day morgens – Trockenshampoo war meine Rettung bis ich Nachmittags dann die Haare erneut mit Natron gewaschen habe. Ich habe die saure Rinse vergessen was deutlich zu merken war. Natron trocknet die Haare nämlich ganz schön aus, das Positive: ich hätte meine Haare offen lassen können, beschloss dann doch diese seitlich zusammenzubinden, aber hey das Gefühl war toll – auch wenn sich die Haare wenn ich mit der Hand durchgefahren bin sich nicht anfühlten wie damals – sie waren irgendwie schwerer.
  • 10. Tag – 03.01.2016: keine Haarwäsche – Haare sahen nicht fettig aus und hatten immer noch schön Volumen, brav wieder abends und morgens gebürstet
  • 11. Tag – 04.01.2016: morgens sah man recht gut das der Ansatz wieder fettig war, ohne Trockenshampoo hochgebunden, abends nach dem Sport hatte ich das Gefühl meine Haare waschen zu müssen und ich griff wieder zur weissen Lavaerde (wieder ohne Rinse da ich testen wollte wie meine Haare reagieren). Macht das nicht, zumindest nicht wenn ihr ähnliche Haare habt wie ich (viele Haare jedoch sehr dünn, Haare fetten schnell). Deshalb habe ich erneut recherchiert weil ich mich fragte ob in meinem Experiment was schief läuft oder ob das der normale Prozess ist.
    Fehler 1: ohne saure Rinse – meine Haare flogen nur so durch die Gegend, es knisterte bei der kleinsten Berührung
    Fehler 2: ich habe meine Lavaerde immer mit einem Metalllöffel angerührt – dies sollte man vermeiden da die Erde sonst ihre besondere mineralische Struktur verliert. Ich habe es von Anfang an falsch gemacht, da ich ausnahmslos IMMER einen Metalllöfel verwendet habe 😉
  • 12. Tag – 05.01.2016: keine Haarwäsche, Haare fühlten sich gleich an wie gestern Abend (Ansatz schwer und fettig  und gleichzeitig waren die Haare immer noch extrem elektrisch). Am Mittag habe ich zwei weiteren Arbeitskolleginnen von meinem Haarexperiment erzählt als wir auf das Thema Naturkosmetik etc. zum sprechen kamen. Sie waren beide recht überrascht und meinten ausser der Tatsache das meine Haare mehr Glanz hätten wäre es ihnen nicht aufgefallen. Übrigends fand das Gespräch in der Cafeteria statt – es ist interessant wieviele Menschen anderen Gesprächen zuhören – zumindest  haben sich als ich erwähnte das ich meine Haare nicht mehr mit Shampoo sondern Erde waschen einige Köpfe umgedreht und mich mit grossen Augen angestarrt 😉
  • 13 Tag – 06.01.2016: Eigentlich wollte ich meine Haare nicht waschen, aber ich war morgens schwimmen und es ist zwar nicht immer gleich schlimm aber an diesem Tag stanken meine Haare furchtbar nach Chlor – deshalb beschloss ich meine Haare nochmals mit meinen neu gewonnen Erkenntnissen zu waschen und die sah so aus:
    1. Haare mit 100 Bürstenstrichen bürsten
    2. Lavaerde anrühren, ich nehme ca. 10g und einen Schuss kaltes Wasser, quellen lassen

    3. Rinse: 500 ml Wasser und 1 EL Apfelessig
    4. Haare nass machen und Lavaerde auf die Kopfhaut geben, schön verteilen
    5. 5 Minuten einwirken lassen, danach habe ich sicher 5 Minuten meine Kopfhaut massiert, alles gründlich auswaschen
    6. Rinse über den Kopf geben – 1 Minute einwirken lassen und auch wieder gründlich auswaschen
    7. Haare lufttrocknen lassen
    Tip: ich mache dies mittlerweile am liebsten in der Badewanne – zuerst baden und während der Einwirkzeit und dem einmassieren der Lavaerde habe ich es erstens warm in der Wanne und zweitens kann ich dabei YouTube Videos ansehen. 10 Minuten auf etwas warten kann nämlich mitunter ganz schön lange sein ^^
    Fazit Haare: Haare waren immer noch schwer aber schön glänzend, offen lassen hätte ich mich nicht getraut da auf dem Hinterkopf (meine Problemzone) die Haare immer noch fettig wirkten, aber ansonsten war ich zufrieden 🙂

  • 14. Tag – 07.01.2016: Meine Haare waren immer noch schön füllig, allerdings nach dem kämmen auch etwas elektrisch  – Haare konnte ohne Probleme seitlich zusammengebunden werden, erst Abends hat vor allem mein Hinterkopf noch mehr nachgefettet, aber ich hätte das Problem locker mit Trockenshampoo beheben können wenn ich gewollt hätte 🙂

Fazit der 2. Woche: ich mache definitiv weiter, auch wenn ich manchmal zu Hause etwas jammere (sorry dafür) glaube ich derzeit noch immer das diese es das richtige für mich ist 🙂

PS: ich melde mich in 2 Wochen zurück und dann auch wieder mit mehr Haarfotos, versprochen 🙂

 

6 Antworten zu “No-Poo – Mein Haarexperiment (Woche 2)

  1. Ich habe es einmal versucht, aber nach wenigen Tagen aufgegeben. Ich habe eine ähnliche Haarstruktur wie Du und neige auch zu schnell nachfettenden Haaren (Kenne das Hinterkopf-Problem). Mal schauen, wie es bei Dir weitergeht. Vielleicht hast Du am Ende die ideale Mischung. Bin gespannt 🙂

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  2. Klingt total spannend! Ich mag meine Haare weiter tönen, sonst sehen sie langweilig aus, aber mit meiner Haarpflege bin ich auch unzufrieden. Dieses chemische Zeug mag ich gar nimmer und nur mit natürlicher Seife werden sie strohtrocken. Ich experimentiere noch…

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